ρεμπέτικο

Der Sumpf treibt die schönsten Blüten!

 

Rembetiko ist die Musik der städtischen Subkultur in Athen/Piräus und Thessaloniki in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Städte wachsen in dieser Zeit nach dem 1. Weltkrieg rasant: es entsteht ein griechisches Proletariat und die Flüchtlinge aus Kleinasien landen in den Ghettos. Armut, Arbeitslosigkeit, Kleinkriminalität, Prostitution und Drogen prägen das Bild. Hier in den Hafenkneipen entsteht diese Musik, die eine eigenwillige und interessante Mischung aus griechischer Volksmusik und türkisch/arabischer Musik darstellt. Der Rembetiko ist ein gutes Beispiel dafür, wie die soziale Situation die Ästhetik prägen kann: die hohe Tonlage des Baglama ist der Kleinheit des Instruments geschuldet, kleine Instrumente liessen sich besser vor Polizisten und Gefängniswärtern verstecken, da diese Musik gar nicht gern gesehen und in den Gefängnissen ganz verboten war. Die Texte, die zum Teil improvisiert wurden, handeln vom (garstigen) Alltag, auch darum wird Rembetiko oft mit dem Blues verglichen.

Da sich im 2. Weltkrieg die herrschenden Klassen Griechenlands (König und Bürgertum) diskreditiert haben, weil sie das Land praktisch kampflos den Deutschen Besatzern überliessen und die Befreiung eine Tat der unteren Schichten war (PartisanInnen), ist das Ansehen deren Kultur und damit des Rembetiko gestiegen und wurde diese Musik hegemonial.

 

Hauptinstrumente

Bouzouki, Gitarre, Baglamas, Akkordeon und Geige

 

Wichtige MusikerInnen und KomponistInnen

Markos Vamvakaris, Roza Eskenazi, Manolis Chiotis, Vasilis Tsitsanis, Sotiria Bellou

 

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